Falk Richter zählt zu den prägenden Stimmen des zeitgenössischen europäischen Theaters. Seine Arbeiten verbinden politisches Denken mit emotionaler Wucht, intellektuelle Schärfe mit sinnlicher Körperlichkeit.
Seit Mitte der 1990er Jahre inszeniert er an führenden Bühnen im In- und Ausland, darunter die Berliner Schaubühne, das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, das Burgtheater Wien, die Münchner Kammerspiele, das Schauspiel Hannover, das Schauspielhaus Zürich, die Hamburgische und die Wiener Staatsoper, sowie das Dramaten Stockholm, das Nationaltheater Oslo, das Kongelige Teater Copenhagen, das Internationaal Theater Amsterdam, das Théâtre National Strasbourg und das Théâtre National de Bruxelles.
Er war zudem bei renommierten Festivals wie der Ruhrtriennale, den Salzburger Festspielen und dem Festival d’Avignon vertreten.
Als Autor wurde er 1998 bekannt mit »Gott ist ein DJ«, es folgten zahlreiche weitere Stücke, wie »Electronic City«, »Unter Eis«, »Trust«, »Small Town Boy«, »Fear« und »Je suis Fassbinder«. Sein Stück »THE SILENCE« wurde 2024 zum Berliner Theatertreffen und den Mühlheimer Theatertagen eingeladen und erhielt den Friedrich-Luft-Preis.
Richters Texte wurden in über 40 Sprachen übersetzt und weltweit aufgeführt. Oftmals verbindet Richter Text, Tanz und Musik zu kraftvollen, grenzüberschreitenden Formen. Gemeinsam mit der Choreographin Anouk van Dijk entstanden bislang acht international gefeierte Tanztheaterproduktionen, die eine unverwechselbare ästhetische Handschrift auszeichnet; zuletzt 2025 mit »A Perfect Sky« am SchauSpielHaus Hamburg.
Von 2019 bis 2024 hielt er eine Professur für »Performing Arts« an der Danish National School of Performing Arts in Kopenhagen. Richter war Gastprofessor an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und an der Theaterakademie Hamburg und gab Masterclasses in Paris, Madrid, Amsterdam, Wien, Venedig und Tel Aviv.
Die Kritiker*innenumfrage der Zeitschrift Theater heute wählte ihn 2018 zum Regisseur des Jahres.
2019 erhielt er den Special Teddy Award der Berlinale. Der Preis würdigt Filme und Persönlichkeiten, die gesellschaftliche Vielfalt thematisieren und sich für Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung einsetzen.
Das französische Kulturministerium verlieh im 2024 den Orden Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres, den er bereits 2018 im Rang Chevalier erhielt. Der Orden zeichnet Personen aus, die sich durch künstlerische oder literarische Schöpfungen in Frankreich und weltweit hervorgetan haben.
Auszeichnungen, Ehrungen und Einladungen
| 2024 | Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres |
| 2024 | Friedrich‑Luft‑Preis für »THE SILENCE« |
| 2024 | Einladung zum Theatertreffen mit »THE SILENCE« |
| 2024 | Einladung zu den Mühlheimer Theatertagen mit »THE SILENCE« |
| 2019 | Special Teddy Award |
| 2018 | Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres |
| 2018 | Regisseur des Jahres (Theater heute) für »Am Königsweg« von Elfriede Jelinek |
| 2018 | Einladung zum Theatertreffen mit »Am Königsweg« von Elfriede Jelinek |
| 2018 | Einladung zu den Mühlheimer Theatertagen mit »Am Königsweg« von Elfriede Jelinek |
| 2016 | 5. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik |
| 2016 | Soul of Stonewall Award für »Small Town Boy« |
| 2013 | Friedrich‑Luft‑Preis für »For the Disconnected Child« |
| 2000 | Einladung zum Theatertreffen mit »Nothing Hurts« |
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