2011Play Loud
In Play Loud sind namenlose Figuren auf einer nahezu penetranten Suche nach Nähe, ihre drängenden Aussagen, ihre abrupten, hoch emotionalen Stimmungswechsel, ihre dauernden Forderungen lassen sie nackt erscheinen, bemitleidenswert und unsympathisch zugleich. Die Szenen des Stücks bilden Assoziationsketten und Erinnerungsmodule, eng verknüpft mit der Musik, dem Soundtrack eines Lebens. Eine Playlist von Songs unterbricht die Szenen und strukturiert so das Stück einem Musikalbum gleich. Die Musik erhält in Play loud erstmals einen komplett eigenständigen Raum, ohne dabei mit Richters Text und Sprache zu konkurrieren. Dieser generiert seinerseits einen eigenen treibenden, drängenden Rhythmus, der die Zustände der Gehetzten, Getriebenen und Verlorenen der Gesellschaft beschreibt.