AMOK/Weniger Notfälle

PREMIERE 26/04/2004
Schaubühne Berlin

»Die Inszenierung ist bis ins kleinste Detail komponiert, bis auf die Sekunde genau. Wie in aufwendig geschnittenen Filmen sind Text, Ton und Video aufeinander abgestimmt. Jedes Komma sitzt, jedes Geräusch paßt.«

Sebastian Esser in der FAS vom 28/04/2004

»Die Inszenierung ist bis ins kleinste Detail komponiert, bis auf die Sekunde genau. Wie in aufwendig geschnittenen Filmen sind Text, Ton und Video aufeinander abgestimmt. Jedes Komma sitzt, jedes Geräusch paßt.«

Sebastian Esser in der FAS vom 28/04/2004

»Die Inszenierung ist bis ins kleinste Detail komponiert, bis auf die Sekunde genau. Wie in aufwendig geschnittenen Filmen sind Text, Ton und Video aufeinander abgestimmt. Jedes Komma sitzt, jedes Geräusch paßt.«

Sebastian Esser in der FAS vom 28/04/2004

Falk Richter inszenierte für Amok sechs kurze Texte von Martin Crimp. Im Zentrum stehen zwei Minidramen des Autors in deutschsprachiger Erstaufführung: Weniger Notfälle und Gesicht zur Wand unternehmen das Experiment einer Rekonstruktion von Tat, Täter und Opfern. Martin Crimp seziert die Anatomie unserer Zivilisation in ihrer totalen Negation, dem punktuellen, explosionsartigen und unvorhersehbaren Gewaltexzess. Aber das letztlich nicht erklärbare Phänomen Amok entwickelt sich zur Metapher für den Westen, der schon vor dem 11. September begann, sich selbst in einem permanenten Belagerungs- und Ausnahmezustand zu sehen und darin einzurichten.

Der Schrecken ist in Crimps Stücken blind. Das wäre banal und nur sensationslüsterner Zynismus, würde nicht die unterkühlte Sprache, die Reduktion auf wenige Bilder und Momentaufnahmen, die Erzählung in eine gespenstische Distanz rücken. Falk Richters Inszenierung findet für diesen kühlen Horror beängstigend nüchterne Szenen. Die Zerstörung und Selbstzerstörung der westlichen Zivilisation ist hier kein grelles Kino-Spektakel, auch kein Grund, aufgeregt pathetisch zu werden, sondern eine traurig zur Kenntnis genommene Unausweichlichkeit. Den Schauspielern Jule Böwe, Cristin König, Ronald Kukulies, Linda Olsansky und vor allem dem beeindruckenden André Szymanski gelingt es, in diese pathosfreie Kälte Momente tiefer Verstörtheit zu setzen.
(Peter Laudenbach, Tagesspiegel)

von Martin Crimp

Regie // Falk Richter
Bühne // Jan Pappelbaum
Kostüme // Martin Kraemer
Musik // Malte Beckenbach
Video // Martin Rottenkolber
Dramaturgie // Jens Hillje
Licht // Erich Schneider
Mit // Jule Böwe, Cristin König, Ronald Kukulies, Linda Olsansky, André Szymanski

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