Drei Schwestern
PREMIERE 01/11/2006
Schaubühne Berlin
»Richters Inszenierung ist vor allem handlich, fasslich und geschickt. Sie ist Handwerk auf der Höhe der Zeit, einschließlich der modischen Textflächenmontage des letzten Aktes, die aber Verständlichkeit niemals gefährdet.«
»Richters Inszenierung ist vor allem handlich, fasslich und geschickt. Sie ist Handwerk auf der Höhe der Zeit, einschließlich der modischen Textflächenmontage des letzten Aktes, die aber Verständlichkeit niemals gefährdet.«
»Richters Inszenierung ist vor allem handlich, fasslich und geschickt. Sie ist Handwerk auf der Höhe der Zeit, einschließlich der modischen Textflächenmontage des letzten Aktes, die aber Verständlichkeit niemals gefährdet.«
Ein Jahr nach dem Tod des Vaters feiern die Geschwister Andrej, Olga und Mascha den Geburtstag der jüngsten Schwester Irina. Das Leben mit all seinen Verheißungen von Glück und Erfüllung liegt nun vor ihnen, wenn es ihnen nur endlich gelingt, aus diesem provinziellen Landstrich der Verlierer und der Stagnation zu entkommen. Sie wollen weg, gemeinsam aufbrechen:
„Endlich weg hier, weg, nur weg – Alles zurück lassen – Keine Sekunde länger verlieren und – Weg – Weg nur weg – Nach Moskau – Meinetwegen auch nach Moskau, nur weg hier, weg.“ Doch ihr Leben verläuft anders als erträumt. Sie bleiben. Olga erträgt nur mit ständigen Kopfschmerzen die Last ihrer Karriere. Die in ihrer langweiligen Ehe gefangene Mascha verliebt sich leidenschaftlich in einen verheirateten Mann, eine unmögliche Liebe. Andrej wird Beamter, heiratet und gründet eine – unglückliche – Familie. Nur Irina hält an dem Traum fest, aufzubrechen und wegzugehen. Sie beschließt, den ungeliebten Tusenbach zu heiraten, um mit ihm endlich diesen Ort zu verlassen. Doch am Tag des Aufbruchs kommt es zur Katastrophe…
Alle kämpfen sie gegen ihre innere Leere und die Angst, die sie gefangen hält. Sie versuchen verzweifelt, ihrem Leben Sinn zu geben: Olga in der Arbeit, Mascha in der Liebe, Andrej mit seiner Familie. Doch auch Familie ist nicht die Lösung. Nur Irina gewinnt endlich, nach dem Scheitern der Lebensentwürfe Arbeit, Ehe und Familie, ihre Freiheit. Sie gewinnt die Freiheit zu gehen, alleine.
in einer Neufassung von Falk Richter nach der Übersetzung von Ulrike Zemme
Regie // Falk Richter
Bühne // Katrin Hoffmann
Kostüme // Tina Kloempken
Musik // Malte Beckenbach, Marcel Blatti
Dramaturgie // Jens Hillje
Licht // Carsten Sander
Mit // Robert Beyer, Lea Draeger, Steffi Kühnert, Bibiana Beglau, Jule Böwe, Thomas Bading, Clemens Schick, Rafael Stachowiak, Stipe Erceg, Wolf Aniol, Erhard Marggraf, Lore Stefanek


