Im Ausnahmezustand
PREMIERE 06/11/2007
Schaubühne Berlin
»Es ist ein Stück über die Angst: die Angst unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft vor Abstieg, Terror und allem, was bedrohlich fremd ist, geschrieben und uraufgeführt von Falk Richter, dem Hausregisseur der Berliner Schaubühne, mit Stücken ›Electronic City‹ und ›Unter Eis‹ ausgewiesen als der soziologische Polarforscher unter den deutschen Dramatikern.«
»Es ist ein Stück über die Angst: die Angst unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft vor Abstieg, Terror und allem, was bedrohlich fremd ist, geschrieben und uraufgeführt von Falk Richter, dem Hausregisseur der Berliner Schaubühne, mit Stücken ›Electronic City‹ und ›Unter Eis‹ ausgewiesen als der soziologische Polarforscher unter den deutschen Dramatikern.«
»Es ist ein Stück über die Angst: die Angst unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft vor Abstieg, Terror und allem, was bedrohlich fremd ist, geschrieben und uraufgeführt von Falk Richter, dem Hausregisseur der Berliner Schaubühne, mit Stücken ›Electronic City‹ und ›Unter Eis‹ ausgewiesen als der soziologische Polarforscher unter den deutschen Dramatikern.«
Eine Frau und ihr Mann. Endlich haben sie es geschafft: Sie leben in einer sicheren Siedlung. Doch die Bedrohung durch die unsichere Außenwelt, die Furcht vor dem sozialen Absturz hat sich tief in die Ehe und die Familie hineingefressen. Und bei Verlust des Arbeitsplatzes droht der Rauswurf aus der „Gated Community“. Ein Leben in Angst. Selbst der Sohn könnte ein möglicher Feind sein, ein Agent, der das sichere Heim in der Siedlung verraten könnte, so wie der verdächtige Ehemann. Ein nächtliches Beziehungsgespräch mit dem bedrohlich leistungsschwachen Familienvater kippt in ein Verhör um und entwickelt sich zu einem Duell.
Falk Richter verdichtet in „Im Ausnahmezustand“ die Verunsicherung einer abstiegsbedrohten Familie zu einem dystopischen Krimi. In einem klaustrophobischen Kammerspiel überlagern sich Gefühle, Beobachtungen und Verdächtigungen der Ehepartner schließlich unentwirrbar. Tatsachen und Träume oszillieren ineinander und schaffen eine neue Realität, die der Angst. Ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. So wird der schützende Zaun der Siedlung zur Mauer eines inneren Gefängnisses, aus dem kein Ausbruch mehr möglich scheint – eine Metapher für die Abstiegsängste einer westlichen Wohlstandsgesellschaft.
Stage design // Jan Pappelbaum
Costume design // Almut Eppinger
Music // Paul Lemp
Video // Jörg Felden
Lighting design // Erich Schneider
With // Bibiana Beglau, Bruno Cathomas, Vincent Redetzki



