Eine Produktion des Festival d’Avignon, Koproduktion mit Reims, Paris, Brüssel, Genf, Saarbrücken.
Ein Mann um die vierzig, ein Schriftsteller, nachts in einem Hotelzimmer: Während sein Vater im Krankenhaus mit dem Sterben ringt, lässt der Autor sein eigenes Leben Revue passieren. Er will ein Stück schreiben, eine Autofiktion, Erinnerungen an die eigene Herkunft, die wohlbehütete bürgerliche Tristesse seiner Jugend, die Enge des Einfamilienhauses. Der Moment des Abschieds von seinen Eltern wird zur persönlichen Prüfung, markiert den Schlusspunkt der eigenen Jugend.
Richter gelingt es in diesem Stück durch Ironie und Überhöhung die Geschichte zu überspitzen, sie so zu übertreiben, dass schließlich nicht die womöglich eigene Vergangenheit des Autors das zentrale Stückthema ist, sondern Kindheit an sich, die ungleiche Gewichtung von Nähe und Distanz, von Isolation und Geselligkeit. In letzter Konsequenz wird in My Secret Garden weniger die Geschichte einer Kindheit erzählt als vielmehr die Suche einer verzweifelten, einsamen Mutter nach ihrem (heranwachsenden) Kind.
Direction // Stanislas Nordey, Falk Richter
Stage // Katrin Hoffmann
Artistic Associate // Claire-Ingrid Cottanceau
Translation // Anne Monfort
Dramaturgy // Jens Hillje
Music // Malte Beckenbach
Video // Martin Rottenkolber
Lighting // Philippe Berthomé
With // Stanislas Nordey, Laurent Sauvage, Anne Tismer
Gastspiele
- Reims, La Comédie de Reims, Dezember 2010
- Ivry, Théâtre des Quartiers d’Ivry, Dezember 2010
- Brüssel, Théâtre national de la Communauté française, Februar 2011
- Lüttich, Festival de Liège, Februar 2011
- Genf, Théâtre du Grütli, März/April 2011
- Saarbrücken, Festival Perspectives, Mai 2011



